Platy oder Spiegelkärpfling – Xiphophorus maculatus

Beim Platy, oder auch Spiegelkärpfling handelt es sich um einen Süßwasserfisch, der in zahlreichen bunten Varianten erhältlich ist. Da er keine besonders hohen Ansprüche hat, ist er für die Haltung im Aquarium bestens geeignet. Weibliche Tiere sind etwas größer als ihre männlichen Artgenossen. Sie erreichen eine Größe von 3 bis 5 cm, während Männchen nur 2 bis 4 cm groß sind.

Spiegelkärpflinge sind gesellig und pflanzen sich schnell fort. Aufgrund ihrer Unkompliziertheit in der Haltung sind diese Fische perfekt für Aquaristik-Neulinge geeignet.

Systematik

  • Ordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
  • Unterordnung: Cyprinodontoidei
  • Familie: Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae)
  • Unterfamilie: Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliinae)
  • Gattung: Xiphophorus
  • Art: Platy

Wissenswertes zum Platy

Platy oder Spiegelkärpfling - Xiphophorus maculatus

Erscheinungsbild

Die wissenschaftliche Bezeichnung des Platy lautet: Xiphophorus maculatus. Er hat einen leicht gedrungenen Körper, flache Seiten und einen hohen Rücken. Die Süßwasserfische gibt es in unterschiedlichsten Farben, meist sind sie gelb, mit grünen oder blauen Farbtupfern.

Die Männchen haben intensivere Farbe als die Weibchen. Sie fallen dem Betrachter dadurch sofort ins Auge.

Arten

Die Ursprungsform des Spiegelkärpflings ist bezüglich der Musterung und sehr vielfältig. Inzwischen gibt es zahlreiche Unterformen. Durch Züchtung oder Kreuzung mit dem Papageienkärpfling (Xiphophorus variatus) und dem Schwertträger (Xiphophorus hellerii) entstandene Unterarten, ist die Schwanzflosse und die Farbgebung optisch anders als bei der Standardart.

Einige Unterarten haben einen sehr dunklen, fast schon schwarzen Körper. Andere haben am Bauch helle Stellen, manche in sehr intensiven blau oder rot. Die Schwanzflosse ist bei den Platys sehr gerade. Ein charakteristisches Merkmal des populären Süßwasserfisches ist ein dunkler Fleck ober- und unterhalb der Schwanzflosse. Die Schwanzflosse kann aber auch komplett dunkel sein.

Zu den zahlreichen Unterarten und Gattungen zählt auch der Tuxedo Platy. Dieser hat eine gefleckte Musterung. Bei Farbe und Form scheint beim Platy also fast alles möglich zu sein.

Ernährung

Platy ernähren sich in Aquarien genau wie in der freien Natur von Pflanzen. Um die Begrünung des Aquariums trotzt seines Hungers nicht zu kurz kommen zu lassen, sollten ein rein pflanzliches Futtermittel gefüttert werden. Daneben können zusätzlich härtetolerante Aquarienpflanzen verwendet werden, die dem Fisch nicht besonders schmecken.

Bei den Futtermengen ist sich an die Verpackungsangaben zu halten. So kann es nicht passieren, dass die Fische überfüttert werden. Außerdem können Spiegelkärpflinge mit Mikrowürmchen, Mückenlarven und Fischfutterflocken ernährt werden. Der Platy ist auch als Algenfresser bekannt.

Haltung

Bei der Haltung des Platy im Aquarium sind einige Dinge zu beachten. Der Grund sollte mit Kies oder Sand befüllt werden. Der Pflanzenbewuchs sollte dicht sein. So können sich die Fische ab und an verstecken.

Eine Lampe mit Tageslichtspektrum, die täglich etwa 12 Stunden betrieben wird, reicht für die Beleuchtung des Aquariums vollkommen aus. Spiegelkärpfling bevorzugen stehende Gewässer, daher sollte im Aquarium keine oder nur sehr mäßige Strömung herrschen.

Gegenüber anderen Fischarten ist der Platy nicht sehr aufdringlich. Generell sucht er nach einem harmonischen Zusammenleben. Keinerlei Schwierigkeiten sollte es mit Schnecken, Panzerwelsen, Antennenwelsen oder Guppys geben.

Vermehren kann sich der Spiegelkärpfling mit Papageienplatys und Schwertträger. Die Fortpflanzung dauert nur wenige Woche. Aquarienbesitzer können sich dann über bunt durcheinander gekreuzten Nachwuchs freuen.

Sollte keine Vermehrung gewünscht sein, ist der Platy ohne die genannten Arten zu halten. Generell sollte der Spiegelkärpfling aber nicht allein gehalten werden, da er die Gesellschaft braucht. Eine Gruppe sollte aus mehr weiblichen als männlichen Fischen bestehen.

Werden zu viele Männchen oder gar eine reine Männchen-Gruppe gehalten, wird es schnell zu Dominanzrangeleien kommen. Unterlegene Fische werden dabei immer eingehen. Eine ausgewogene Mischung aus männlichen und weiblichen Tieren in einem ausreichend großen Aquarium ist daher ideal. Es ist auch denkbar, ein einzelnes Männchen mit mehreren Weibchen zu halten.

Was sonst noch beachtet werden sollte

Platys Xyphoporus Maculatus

Zunächst ist die Größe des Aquariums relevant. Der Platy an sich stellt keine großen Ansprüche. Behälter ab einer Größe von 60 cm sind bereits ausreichend. In einem Becken dieser Größe sollten allerdings nicht mehr als sechs Fische gehalten werden.

Je größer das Aquarium ist, desto mehr Tiere können gehalten werden und desto fröhlicher schwirren die Fische herum. Damit sich der Spiegelkärpfling wohlfühlt, sollten die Wassertemperatur 20 bis 25 Grad betragen und der pH-Wert zwischen 7 und 8 liegen.

Die Fortpflanzung der Art verläuft sehr schnell. Platys gehören zu den lebendgebärenden Zahnkarpfen. Die Jungen kommen 24 Tage nach der Befruchtung zur Welt. Am Bauch der Mutter ist einige Tage vorher der Trächtigkeitsfleck, als ein dunkler Punkt zu erkennen. Auf einmal kann ein Weibchen bis zu 80 Jungtiere gebären.

Der Spiegelkärpfling ist in den meisten Tierhandlungen oder in den Zooabteilungen anderer Geschäfte wie beispielsweise Baumärkten erhältlich. Preislich sind die Tiere im unteren Bereich angesiedelt. Es ist ein Fisch für jedermann. Er ist bestens für Anfänger geeignet, die noch nicht über große Erfahrungen mit Aquarien verfügen. Doch seine Schönheit ist unbestreitbar.

Platys im Video

Und hier noch mal ein paar Eindrücke und Informationen im Video:

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