Guppy – Poecilia reticulata

Einer der beliebtesten Fische im Aquarium sind die leuchtend bunten Guppys. Doch, wenn du zu den Menschen gehörst, die nicht viel über die Guppys wissen, solltest du unbedingt diesen Artikel lesen, bevor du dir Guppys ins Aquarium holst.

Denn schließlich sollen die Fische auch ein schönes Leben bei dir führen können.

Systematik

  • Unterordnung: Cyprinodontoidei
  • Familie: Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae)
  • Unterfamilie: Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliinae)
  • Gattung: Poecilia
  • Untergattung: Guppys (Acanthophacelus)
  • Art: Guppy

Wissenswertes über den Guppy

Guppy im Aquarium

Das Aussehen der Guppys

Ein Guppy hat etwa eine Körperlänge von 3 bis 5 cm. In der Regel sind die weiblichen Exemplare allerdings etwas größer als die Männlichen. Die Fische können in Gefangenschaft, also in deinem Aquarium bis zu fünf Jahre alt werden. In der freien Natur werden sie kaum älter als zwei Jahre.

Die Weibchen sind eher unscheinbar und haben silbrige und schuppige Haut. Das männliche Exemplar ist etwas auffälliger mit seiner verlängerten Schwanzflosse. Diese kann nicht nur spitz, sondern auch spatenförmig oder fächerförmig zulaufen.

Guppys sind lebend gebärend und aufgrund ihrer schnellen Vermehrung werden sie auch gerne Millionenfische genannt.

Die Herkunft der Guppys

Da sich Guppys rasant vermehren, stehen sie weder unter Schutz noch sind sie bedroht. Die Fische haben ein riesiges Verbreitungsgebiet. Dieses beläuft sich vom Nordosten Südamerikas über die Kleinen Antillen bis zum nördlichen Amazonas.

Sie leben in nahezu allen Gewässern, auch im Brackwasser von Flussmündungen. Die tieferen Gewässer meiden sie lieber.

Die Fische sind sehr anpassungsfähig und robust. Sogar Temperaturen von etwa 12° Grad können sie problemlos standhalten. In vielen Ländern werden Guppys zum Eindämmen der Mückenplage eingesetzt.

Tipps zur Haltung der Guppys im Aquarium

männlicher Guppy im Aquarium

Die richtige Einrichtung für Guppys

In jedes Aquarium, in welchem du Guppys halten möchtest, gehören eine Menge Wasserpflanzen, denn diese stabilisieren zum einen dein wichtiges Ökosystem, doch zum anderen werden sie auch als Rückzugsort genutzt. Besonders für junge Guppys bildet das Substrat der Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle. Jedoch sollten die Wasserpflanzen robust sein.

Da sich die Fische gerne in jedem Bereich des Beckens aufhalten, sollten auch auf jeder Schicht Pflanzen zu finden sein. Geeignetes Pflanzengestrüpp am Aquariumboden, dienen als Nachtversteck. Selbst die schwimmenden Pflanzen an der Oberfläche werden sehr gerne als Versteck genutzt.

Wie du siehst, ein Guppy versteckt sich gerne. Daher sollte auch der Boden aus Sand oder ganz feinem Kies bestehen, damit sich der Guppy im Nachtversteck nicht verletzten kann.

Damit die Guppys sich bei dir wohlfühlen können, sollte dein Becken mindestens eine Größe von 60 cm aufweisen und du solltest auf hektische und schwimmaktive Mitbewohner im Becken verzichten. Wunderbar harmonieren sie hingegen mit:

  • Panzerwelsen,
  • kleinen Buntbarschen,
  • Bärblingen,
  • Schwertträgern,
  • Kaisersalmlern oder auch Garnelen.

Die richtige Beckentemperatur für Guppys

Da Guppys aus warmen Gewässern stammen, solltest du eine konstante Temperatur von etwas mehr als 22° Grad halten. Die Fische können sich zwar schnell an eine neue Umgebung anpassen und auch mal kältere Perioden problemlos wegstecken, doch die kühlen Temperaturen sollten nicht die Regel sein. Eine optimale Temperatur für deine Guppys liegt zwischen 22 und 25° Grad.

Ernährung der Guppys im Aquarium

Da Guppys sehr verfressen und auch Allesfresser sind, sind sie, was das Futter angeht, überhaupt nicht wählerisch. Besonders gerne fressen sie allerdings Anflugfutter. Auch Lebendnahrung wird gerne genommen und bringt vor allem auch die wichtigen Nährstoffe, die der Guppy benötigt. Zwischendurch knabbert der Guppy auch gerne mal Pflanzen und Algen ab.

Guppys solltest du häufig, aber wenig füttern, denn ihre Nahrung wird innerhalb von 45 Minuten wieder verdaut. Für die Fische ist es zudem gesund, wenn du einen Tag in der Woche als Fastentag einrichtest. Dies entlastet den Darm der Tiere und begünstigt die gesamte Entwicklung der Jungtiere.

Trockenfutter wird gerne gefüttert, denn dieses lässt sich einfach handhaben. Für die Fische ist es mit 80 % Wassergehalt fast identisch ihrem natürlichen Futter.

Doch du solltest darauf achten, dass du eine geöffnete Packung nach 3 Monaten nicht mehr verfütterst, denn dann sind die meisten Vitamine und Mineralien zerfallen.