Die richtigen Fische für Anfänger

Es gibt viele verschiedene Aquarienfische. Doch nicht jede Art ist für Neulinge unter den Aquarianern geeignet. Eine falsche Fischwahl führt oft zum Misserfolg. Wenn du dich mit dem Gedanken trägst ein Aquarium einzurichten, ist der Erfahrungsaustausch mit Freunden oder Bekannten, die dieses Hobby ausüben, von großem Vorteil. Dadurch können frustrierende Anfängerfehler bereits im Vorfeld vermieden werden. Alternativ kannst du dich auch in einem der vielen Aquarienvereine beraten lassen.

Für Einsteiger in dieses faszinierende Hobby ist ein Gesellschaftsaquarium die erste Wahl. Vergesellschaftet werden dabei Fische, die dieselben Bedingungen an die Wasserwerte und -Temperatur stellen.

Die meisten Aquarien dieser Art sind tropische Süßwasseraquarien, bei denen eine Wassertemperatur zwischen 22 und 28 °C konstant gehalten wird. Zu den Fischen, die regelmäßig in Gesellschaftsaquarien eingesetzt werden, gehören z. B. lebend gebärende Zahnkarpfen. Diese werden häufig mit Welsen gemeinsam gehalten.

Der Vorteil dieser Arten ist, dass sie auch Algen fressen und dich so bei der Algenvermeidung und Bekämpfung unterstützen. Auch verschiedene Salmler und Barben sind für Anfänger gut geeignet. Bei der Zusammenstellung deiner Fischgesellschaft solltest du aber einen typischen Anfängerfehler unbedingt vermeiden, den Überbesatz.

Zu viele Fische im Aquarium führen zu einer hohen Wasserverschmutzung und damit zu einem instabilen Ökosystem. Die Folgen sind übermäßiges Algenwachstum und im schlimmsten Fall sogar Fischtod. Für die Anzahl der Fische gilt folgende bewährte Formel: 1 cm Fischlänge pro 1 Liter Aquarienwasser.

Dabei sind vom Beckenvolumen etwa 20 % für Bodensubstrat, Pflanzen und Technik abzuziehen.

Sieben typische Fische für Anfänger

beliebte Fische für Anfänger im Aquarium

Der Guppy

Diese lebhaften, neugierigen Fische werden in vielen schönen Farbschlägen angeboten. Guppys sind Allesfresser. Zu ihrer Nahrung gehören auch Fadenalgen oder andere Grünalgen. Die Fischart verträgt weiches bis hartes Wasser und fühlt sich auch in Becken ab 60 cm Kantenlänge bei 22 bis 24 °C wohl.

Einen Wermutstropfen gibt es. Guppys sind sehr gebärfreudig. Wenn du eine extreme Vermehrung vermeiden willst, halte eine reine Männergruppe.

Der Wels

Unter den verschiedenen Welsarten, ist der gepunktete Panzerwels bei Aquaristik-Anfängern sicher einer der beliebtesten. Diese Fischart wuselt permanent über den Aquariumboden und frisst alles, was ihnen vor die Mäuler kommt. Panzerwelse können in weichem bis hartem Wasser bei 23–29° C gut leben. In wenig bis viel bepflanzten Aquarien ab 60 cm Kantenlänge entwickeln sie sich prächtig.

Auch Antennenwelse sind typische Fische für Anfänger. Dieser fleißige Algenputzer frisst, bevorzugt Algenbeläge von den Scheiben und von der Deko und hält so den lästigen Algenwuchs in Schach. Für die artgerechte Haltung dieser possierlichen Scheibenputzer ist ein Becken mit 80 cm Kantenlänge, sauerstoff- und strömungsreiches Wasser bei 22-28° C Mindestvoraussetzung.

Der Rote Neon

Die hübschen Fische mit ihrer roten Farbe und ihrem leuchtend blauen Streifen sind in fast jedem Aquarium anzutreffen. Die Allesfresser sind problemlos in einem Becken ab 60 cm Kantenlänge zu halten. Die Fische fühlen sich in weichem, aber auch in härterem Wasser bei 23-29° C wohl.

Der Kupfersalmler

Diese lebhaften Schwarmfische lassen sich in einem Aquarium ab 80 cm Kantenlänge gut halten. In Becken mit dichter Bepflanzung, weiches bis mittelhartes Wasser, 22-27° C sowie ausreichend Platz zum Schwimmen, sind sie eine Bereicherung für jedes Gesellschaftsbecken.

Der Molly

Diese beliebten Zierfische vertragen mittelhartes bis sehr hartes Wasser und Temperaturen von 24-28° C. Sie eignen sich gut für Gesellschaftsaquarien ab 80 cm Kantenlänge. Mollys gibt es in den Farben gold-schwarz, silbern-schwarz, ganz silbern, ganz golden oder ganz schwarz, oder goldgelb mit größeren schwarzen Flecken. Besonders die schwarze Variante findet sich oft in Aquarien.

Mollys sind pflegeleicht und einfach zuhalten. Doch Vorsicht: Die Fische gehören zu den Lebendgebärenden und vermehren sich ähnlich gut wie Platys und Guppys. Um dem zu entgehen, sind reine Männergruppen die einfachste Lösung.

Der Platy

Die bunten Platys gibt es in vielen Farben, schwarz, weiß, silber, gelb, rot, orange, blau…. Die Fische sind in bepflanzten Aquarien mit einer Beckenlänge von 60 cm bei eher hartem Wasser sowie 18-25° C gut aufgehoben. Auch diese Art ist lebend gebärend und vermehrt sich schnell. Es sind Allesfresser, sogar Algen gehören zum Speiseplan.

Die Sumatrabarbe

Bei diesen kleinen, aber äußerst robusten Aquarienfischen können auch Anfänger nicht viel falsch machen. Sumatrabarben lieben gut bepflanzte Aquarien mit weichem bis hartem Wasser und Wassertemperaturen von 22-26° C. An den interessanten Revierkämpfen und dem ausgeprägten Sozialverhalten dieser Fische wirst du dich nicht sattsehen können.

Fazit

Für Anfänger ist die richtige Fischwahl ein mitbestimmender Faktor für Erfolg oder Misserfolg in der Aquaristik. Für Einsteiger sind vor allem robuste, einfach zu pflegende Fischarten gut geeignet. Das Becken sollte zwischen 100 und 200 Liter fassen.

Von kleineren Becken mit weniger Fassungsvermögen ist abzuraten, da das Veralgungsrisiko und der Arbeitsaufwand wesentlich größer ist als bei großen Aquarien. Wer dann noch ein paar grundlegende Dinge, wie den Platzbedarf der Fische und ihre Ansprüche an Wasser und Futter beachtet, wird viel Spaß mit seinem Aquarium haben.

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