Schnecken im Aquarium: Nützlich oder Plage?

Schnecken sind generell in der Aquaristik sehr nützlich, da sie Algen fressen, das Wasser reinigen, den Bodengrund lockern und den Pflanzenwachstum hemmen. Wenn sich aber bestimmte Schneckenarten stark vermehren, dann kann es auch schnell zu einer Schneckenplage kommen, die alles andere als erwünscht im Aquarium ist.

Welche Schnecken sind für das Aquarium nützlich?

Schnecken im Aquarium

Geweihschnecken

Es handelt sich hier um südostasiatische Schnecken aus der Gattung Clithon. Sie sind unterschiedlich gemustert und gefärbt. Ihre Fortsätze sind stachelig. Sie bleiben klein und sind richtige Bakterienbeläge-Fresser.

Rennschnecken

Rennschnecken sind der wahre Algenkiller und sehen sehr hübsch aus. Sie werden bis zu acht Jahren alt und haben eine schöne, längliche Form in verschiedenen Farben. Die meisten von ihnen sind schwarz-gelb oder orange mit einem unregelmäßigen Punktmuster.

Blasenschnecke

Die Blasenschnecken gehören zu den Wasserlungenschnecken, von denen es 80 Arten gibt. Sie sind klein und werden ungefähr ein Jahr alt. Sie ernähren sich von Futterüberresten und halten das Aquarium sauber. Sie sehen eher unscheinbar aus.

Grüne Muschelschnecke

Hier handelt es sich um eine äußerst attraktive Schnecke. Sie wird im Salzwasser gehalten und wird bis zu vier Zentimetern groß. Es ist schwer, sie zu halten, da sie schnell stirbt, sobald die Wasserbedingungen nicht helfen.

Raubschnecke

Raubschnecken sind Fleischfresser und haben ein spitzes und gelb-schwarz gestreiftes Gehäuse. Sie werden meistens bei einer Schneckenplage eingesetzt. Der Mundbereich ist sehr groß. Sie kann bis zu sechs Schnecken täglich fressen.

Welche Schnecken sind für das Aquarium eine Plage?

  • Posthornschnecke
  • Turmdeckelschnecke
  • Tellerschnecke
  • Apfelschnecke

Das hilft gegen eine Schneckenplage:

Schnecken sind bis zu einem gewissen Grad nützlich. Wenn sie jedoch in der Überzahl sind, schaden sie den Pflanzen, die für das biologische Gleichgewicht verantwortlich sind. Je nach Schneckenart gibt es verschiedene Mittel, die man gegen diese einsetzen kann.

Man kann also schon mit einfachen Maßnahmen das Problem bewältigen. Damit das Ökosystem nicht aus dem Gleichgewicht gebracht wird, sollte man auf chemische Mittel hier verzichten.

Der Schneckentod kann sich nämlich auch auf andere Wasserbewohner negativ auswirken – besonders auf die Wirbellose und Garnelen. Schneckenleichen sorgen des Weiteren dafür, dass das Wasser verdirbt, sich also die Wasserwerte verschlechtern.

Außerdem sollten die nützlichen Schneckenarten, wie zum Beispiel Renn- oder Stahlhelmschnecken nicht mitgetötet werden, da sie für die Pflanzen sehr wertvoll sind.

Die beste Methode ist es, die meisten Schnecken per Hand aufzusammeln. Alternativ kann man aber auch abends ein Glas mit speziellen Futtertabletten auffüllen und auf dem Bodenbecken lassen. Am nächsten Morgen werden sich dann die meisten Schnecken in dem Behälter befinden.

Die gleiche Methode könnte auch mit einem Beutel durchgeführt werden. Die Schnecken im Aquarium, die eingesammelt wurden, werden dann entweder verschenkt oder anderweitig entsorgt. Viele Tiere ernähren sich von Schnecken und werden sich freuen.

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Wie jedes andere Tier auch, haben Schnecken natürliche Feinde. Diesen finden sie unter ihres Gleichen. Die Rauschnecke ist nämlich eine Kannibalin, die alle Schnecken auffrisst, die sich in ihrer Nähe aufhalten. Fische sind hier kein gutes Mittel, da sie ihresgleichen auch fressen würden.

Zur Vorbeugung vor neuen Schnecken, sollte man neue Pflanzen vor dem Einsetzen abduschen und die Fische auf jeden Fall nicht überfüttern. Absterbende Abfälle und Blätter müssen sofort entsorgt werden.

Wasserschnecken vermehren sich nur, wenn sie eine Grundlage dafür haben und das ist ein Überfluss an Futter, denn abgesehen vom Fischfutter, ernähren sie sich zusätzlich von den Überresten toter Fische und von abgestorbenen Pflanzenresten.

Schädliche Schneckenarten wie Posthornschnecken, Turmdeckelschnecken und Schlammschnecken finden ihren Weg ins Aquarium durch neu eingesetzte Pflanzen.

Ein Aquarium richtig zu halten, ist also eine Kunst für sich und große Verantwortung.

Schnecke im Süßwasser

Wie kann man Schnecken im Aquarium vorbeugen?

  1. Das Aquarium gut pflegen
  2. Einfache Tipps beherzigen
  3. Unentdeckte Tierkadaver entfernen
  4. Abgestorbenes Pflanzenmaterial entfernen
  5. Tiere wenig füttern
  6. Bei einer rasanten Vermehrung Schneckenköder aufhängen
  7. Raubschnecken einsetzen
  8. Baden in einer Kaliumpermanganat-Lösung, um das Aquarium zu desinfizieren
  9. Aquarien-Pflanzen in Mineralwasser einlegen

Wer sich ganz sicher sein will und keine Pflanzen mit Schnecken kaufen will, sollte sich für inVitro-Pflanzen entscheiden. Diese Wasserpflanzen wurden nämlich im Labor gezüchtet, sodass sie mit einer besonderen Nährlösung behandelt wurden. Der Anschaffungspreis ist genauso hoch wie gewöhnliche Gartenpflanzen.

Schnecken werden allerdings für jedes Aquarium empfohlen. In einem 120-Liter Aquarium finden bis zu fünf Schnecken Platz, sodass eine Schnecke zwischen zehn und zwanzig Liter für sich braucht. Sie lockern den Boden, sodass es nicht allzu schnell zu einer Fäulnis kommen kann.

Was bewirken Schnecken im Aquarium?

Wenn Schnecken in Maßen vorkommen, sind sie sehr wertvolle Wasserbewohner, da sie das Aquarium sauber halten. Sie fressen nämlich abgestorbene Pflanzenteile, sodass es in der Wohnung zu keinen üblen Gerüchen kommen wird. Schnecken zeigen zudem immer an, ob etwas mit dem Aquarium nicht stimmt.

Sobald die Schneckenpopulation nämlich zunimmt, dann stimmt etwas mit den Wasserbedingungen nicht. Wer sich mit Algen plagt, der sollte ebenfalls Schnecken einsetzen, weil diese sich von Algen ernähren. Sie haben ein sehr scharfes Mundwerkzeug und können das Aquarium von Algen befreien. Sie sind also eine Unterstützung der regelmäßigen Aquarium Pflege.

Wer nicht ständig verendete Tiere aus dem Aquarium fischen will, wird sich ebenfalls über die Anwesenheit der Schnecken freuen, da diese auch Kadaver fressen. Futterreste, die die Fische nicht gefressen haben, übernehmen die Schnecken.

Sie sind also mehr oder weniger die Gesundheitspolizei im Aquarium. Futterreste, die auf dem Bodengrund liegenbleiben, können sich negativ auf die Wasserqualität auswirken.