Hamburger Mattenfilter im Aquarium

Für eine gesunde, erfolgreiche und üppige Aquarienhaltung stellt die ausreichende Wasserfilterung eine wichtige Basis dar. Aus diesem Grund wird zwischen der Innen- und Außenfilterung mit dem Hamburger Mattenfilter unterschieden. In Aquarien findet dieser Filter vielfach Einsatz. Der prinzipielle Aufbau und die Wirkungsweise ein Innenfilter ist relativ simpel. Es handelt sich hierbei um Schaumstoffmaterial. Bei diesem Filter besteht zunächst nicht die Gefahr des Auslaufens.

Funktion und Aufbau dieses Filters

Der Hamburger Mattenfilter ist ein gehäuseloser Filter, welcher im Wesentlichen aus einer Filtermatte besteht, die zum Beispiel vor die Innenscheibe gelehnt werden kann. Dabei sollte ein Abstand von etwa zwei Zentimetern zur Scheibe beibehalten werden. Die Hamburger Matte wird immer quer zur Strömungsrichtung des Aquarienwassers eingebracht. Außerdem kann sie an jeder beliebigen Seite platziert werden. Oftmals wird sie von Aquarienfreunden auch als Versteck für weitere technische Hilfsmittel genutzt.

Schematische Darstellung eines Hamburger Mattenfilters
Fred the Oyster, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Im Hintergrund dieser Matte befindet sich die Pumpe, welche das Wasser vor der Matte ansaugt, es hindurchzieht und nach der Matte wieder ins Becken zurückbefördert. Der Wirkmechanismus beruht auf einem Durchströmen des Wassers.

Der Vorteil der Hamburger Matte besteht in der relativ großen Oberfläche. Ein weiterer entscheidender Vorteil neben der enormen Filterfähigkeit ist die kaum anfallende Reinigung. Die Reinigung des Hamburger Mattenfilters besteht im Absaugen der Mattenoberfläche beim anfallenden Wasserwechsel. Aus diesem Grund wird der Hamburger Mattenfilter auch als sehr wartungsarm und effektiv bezeichnet.

Sie ist durch ihren Aufbau und ihre optimale Größe in der Lage, diese Filterung enorm zu unterstützen. Nach einer geraumen Einsatzzeit ändert die Schaumstoffmatte ihre Eigenfärbung und erscheint graubraun. Sie eignet sich daneben auch zur Begrünung mit Javamoos oder Java Farn. Besonders gern wird sie daher von Aquarianern für Eckaquarien genutzt.

Die Hamburger Matte ist zur weiteren Einsatzmöglichkeit in verschiedenen Abwandlungen und Bauformen erhältlich. Die gute Funktion der Hamburger Matte ist gebunden an die sogenannte organische Mindestbelastung. Mit dieser Filtermethode kann eine hochgradige Wasserfilterung auf biologischem Prinzip durchgeführt werden. Die Hamburger Matte beruht auf der Forcierung mikrobiologischer Prozesse im Aquarium.

Herkömmliche Aquarien bieten diese meist. Der Hamburger Filter arbeitet nach der aeroben Wasserfilterung. Merkmale dieser aeroben Filterung ist die Bildung von Nitrat als ein Stoffwechselendprodukt. Dieses ist schädlich für die Fauna im Aquarium und muss reduziert werden. Daher ist ein regelmäßiges Wechseln des Aquarienwassers unbedingt erforderlich.

Durch seine Materialzusammensetzung gewährleistet der Hamburger Mattenfilter eine Bindung von Ammonium-Ionen und Nitritsalzen. Dies ist Grundlage für eine ausgeglichene biologische Stabilität im Becken und ein optimales Gedeihen von Fischen und Pflanzen.

Der Hamburger Mattenfilter enthält organische Bestandteile in Form von Bakterien. Sie sorgen für die Beseitigung der im Wasser enthaltenen Schwermetalle.

Neben der Vielzahl an Vorteilen für das Aquarium ist der Hamburger Mattenfilter auch eine preiswerte und zuverlässig funktionierende Filtervariante. Empfehlungen gehen dahingehend, dass dieser biologische Filter mehrere Jahre hält. Angeraten wird bei der Mattenauswahl eher auf grobporiges Material zu achten. Dieses hat den Vorteil, dass sich die Poren nicht so schnell zusetzen können.

Wichtig bei der Hamburger Matte ist der Aspekt des Grundumsatzes im Becken. Erfahrungsgemäß ist das Zusetzen der Filtermatte eher der Fall, wenn der Grundumsatz sehr hoch ist. Meist führt dies auch zum Unbrauchbar werden der Matte. Vorteilhaft gestalten sich daher eine kräftige Pumpe, um die Durchströmung der Hamburger Matte zu maximieren.

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